21.9.2009 Gemeinsam sind wir stark |
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Klasse 1B auf Lager: Soziales Lernen Sozialkompetenzen sind den Lehrern am Sonnenberg sehr wichtig. Nur wer zeigt, dass er auch für andere mitdenken kann und Verantwortung übernimmt, wird später am Arbeitsmarkt einmal gefragt sein. Ziel des Lagers war aber noch nicht, die Schülerinnen und Schüler auf ihren späteren Werdegang vorzubereiten, sondern für den kommenden Weg auf der Oberstufe zu einer starken Gemeinschaft zu führen. Denn auch hier gilt schon: Helfen alle zusammen und unterstützen einander, gelingt vieles leichter. Wie wichtig eine positive Lernatmosphäre und eine gute Klassengemeinschaft für die Schülerinnen und Schüler ist, ist allen Beteiligten klar. Warum Erlebnispädagogik? Erlebnispädagogik heisst lernen am Tun und Erleben. Die Jugendlichen verbringen gemeinsam Zeit in der Natur, im Idealfall fernab der Zivilisation. Dazu gehört auch der Verzicht auf elektronische Geräte und andere „Luxusartikel“ wie Süssigkeiten usw. Die Schüler sind verantwortlich für den Aufbau ihres Lagers und für die Mahlzeiten, eingekauft und gekocht wird selbstständig, ausserdem muss dauernd Holz gesammelt werden. Die Schüler sind permanent in Aktion. Die Lehrpersonen begleiten das Lager, sie beobachten, geben immer wieder Rückmeldungen und reflektieren mit den Jugendlichen ihr Verhalten. In der Gruppe oder allein? Zwischendurch stehen immer wieder unterschiedliche Aktionen an, in denen die Schüler beweisen müssen, dass sie auch wirklich zusammen arbeiten können. Denn nur die ganze Gruppe kann bestehen, wenn alle zusammen helfen und wirklich jeder mitmacht. Die Schüler merken - nebenbei - mit viel Spass, was es heisst, sich gegenseitig zu motivieren, nicht sofort aufzugeben und mit Teamwork an eine Herausforderung heran zu gehen. Neben Action in der Gruppe gibt es aber auch Aktionen, in denen jeder auf sich gestellt ist. Die Schüler sollen auch die Erfahrung machen, eine Zeit lang alleine zu sein. Auf sich gestellt und das ohne Musik im Ohr oder ein Natel in der Hand, mit dem man jederzeit jemanden anrufen kann; eine Erfahrung, an die heute nur mehr wenige Jugendliche gewohnt sind. Einen besonderen Reiz für alle bilden die Nachtaktionen. Ohne Lampe im stockdunklen Wald – nichts für schwache Nerven. Die Jugendlichen entscheiden selber, wie weit sie sich vorwagen, ob sie wirklich alleine sein wollen oder doch lieber in Gruppen zusammen bleiben. An die Grenzen kommen Nicht für alle Schüler ist so ein Lager bloss Vergnügen. Drei Tage mit einfachem Essen, ohne Süsses und Natel, kalten Nächten und viel frischer Luft bei jedem Wetter, fordert seinen Tribut. Aber seine eigenen Grenzen erfahren und vielleicht auch einmal übertreten, sind ein genauso wichtiges Ziel im Hintergrund der Köpfe der Begleiter. Wer setzt sich immer noch für den anderen ein und spornt die anderen an, wenn er müde und hungrig ist? Durchhaltevermögen brauchen die Schülerinnen und Schüler im Leben sowie für die Oberstufe. Lohnt sich der Aufwand? Um so ein Lager durchführen zu können, braucht es neben einer fundierten Ausbildung viel Engagement und intensive Vorbereitung. Aber alle Lehrer am Institut Sonnenberg sind sich einig: Wenn man sieht, wie viel in der kurzen Zeit passiert, wie sich einige positiv verändern und manche Schüler die Chance nützen sich von einer anderen Seite zu zeigen, hat sich der Aufwand gelohnt! Ziele Ziel der Schule ist es, in den nächsten Schuljahren auf diesem Lager aufzubauen und in jedem Schuljahr mit allen Klassen ein weiters Lager durchzuführen. Wichtige Werte wie gegenseitige Wertschätzung, Zusammenhalt und Unterstützung, die im Lager intensiv erarbeitet worden sind, sollen in den Unterricht transferiert werden und im Alltag und Zusammenleben Anwendung finden. Stellungnahmen der Schüler während des Lagers: Ich habe mich auf die Gruppe / einen einzelnen verlassen müssen, als … … wir im dunklen Wald waren, weil ich so Angst hatte. … ich den Stamm aus dem Haufen zog (Manuel hielt mich, damit ich nicht fiel) … ich auf dem Seil balancierte und die anderen das Gleichgewicht halten mussten, damit ich nicht runterfiel. … als wir im Wald alle zusammen ein Klassenkunstwerk gebaut haben. Ich werde nie vergessen, … … dass ich nicht kochen kann. … wie die anderen mich über das Seil schmissen. … wie ich mit verbundenen Augen den Hang runter kommen musste und mich auf den Führer verlassen. … dass wir hier im Lager gewesen sind. … dass wir blind durch den Wald gelaufen sind. … dass wir alle zusammenhalten müssen um stärker zu sein. … dass wir eine gute Klasse sind. … die Gruselgeschichte über den Mann mit dem Silberbein. |
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- Powerpoint Präsentation - Gemeinsam sind wirk stark (35 MB)
